Qualitätsstandards Service-Learning
Die Entwicklung eines Service-Learning-Projekts orientiert sich an fünf zentralen Qualitätstandards.
1. Realer Bedarf
Das Engagement der Schülerinnen und Schüler reagiert auf einen realen Bedarf/ein reales Problem in ihrem Umfeld, der Stadt oder Gemeinde oder im Zusammenhang mit einem Unterrichtsthema.
Schülerinnen und Schüler recherchieren Bedürfnisse oder Herausforderungen ihres näheren oder weiteren Umfelds und lokalisieren „echte" Probleme. Aus den Ergebnissen entwickeln sie eine Projektidee. Sie können eine sinnvolle und nützliche Aufgabe übernehmen.
2. Partizipation der Schülerinnen und Schüler
Die Schülerinnen und Schüler werden in die Auswahl und Planung ihres Engagements mit einbezogen und setzen das Projekt möglichst selbständig um.
Lehrpersonen verstehen sich als „Mitarbeitende"; sie bieten Unterstützung und Hilfe an, abgestimmt auf die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler.
3. Einbezug in Unterricht
Das Projekt ist Teil des Unterrichts und wird mit Unterrichtsinhalten verknüpft.
Mit dem Service-Learning-Projekt werden authentische Lernsituationen geschaffen, in denen Teile des regulären Schulstoffes behandelt werden können.
4. Reflexion
Schülerinnen und Schüler reflektieren ihre Erfahrungen und Lernfortschritte regelmässig und geplant.
Die Lernerfahrungen der Schülerinnen und Schüler werden systematisch überdacht und ausgewertet. Fehler gehören zu den produktiven Teilen des Lernprozesses.
5. Ausserschulische Kooperation
Das Projekt findet ausserhalb der Schule (Schulhaus) statt und/oder verbindet die Schülerinnen und Schüler auf neue Art und Weise mit der Gesellschaft/mit ihrem Sozialraum.
In das Projekt werden ausserschulische Kooperationspartner/innen einbezogen, z. B. Expert/innen, Vertreter/innen der Gemeinde, des Quartiers, Institutionen und Organisationen.









