Prototypischer Ablauf eines Service-Learning-Projekts
Service-Learning-Projekte gehen von einem realen Bedarf aus, den Schüler/innen auf der Basis einer Recherche im (näheren) Sozialraum oder im Zusammenhang mit einem Unterrichtsfach geortet haben.
Die Projekte finden ab der 5./6. Klasse ausserhalb der Schule und in Kooperation mit ausserschulischen Partnerinnen und Partnern statt. Sie werden aber explizit mit einzelnen Schulfächern verknüpft und sind Teil des Unterrichts. Die Projektschritte werden regelmässig und geplant reflektiert.
Service-Learning-Projekte können grundsätzlich auf allen Schulstufen realisiert werden. Sie laufen in der Regel nach folgendem Schema ab:
Schülerinnen und Schüler
- recherchieren Probleme/Bedürfnisse/Stärken in ihrem Umfeld, im Quartier, in der Gemeinde oder im Zusammenhang mit einem Unterrichtsthema
- wählen selbst ein Problem/eine Aufgabe aus
- suchen weitere Informationen dazu (mit Lehrerinnen und Lehrern, Eltern, Expertinnen und Experten, Vereinen, Unternehmen, Behörden etc.)
- erstellen Lösungsvorschläge und entwickeln daraus ein Projekt mit detaillierter Planung
- setzen das Projekt möglichst selbständig um
Die Lehrpersonen begleiten, leiten an und beraten - sie halten sich aber, wo immer möglich, im Hintergrund. Wie weit sie den Prozess der Klasse überlassen können, ist abhängig von der Schulstufe und von der Zusammensetzung der Klasse.
Während des gesamten Projekts reflektieren die Schülerinnen und Schüler ihren Arbeitsprozess und die (Zwischen-)Ergebnisse. Sie dokumentieren den Verlauf und präsentieren die Ergebnisse nach Abschluss des Projekts.
Zentral für ein Service-Learning-Projekt ist zudem die „Anerkennungskultur": Die Leistungen aller Beteiligten werden wo immer möglich gewürdigt (z.B. „öffentliches" Lob, Dankesschreiben, Abschlussfest, Projektzeitung).









